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Sardana: "Cervianenca" | Drucken |

Sardana:

Die Copla "Cervianenca" ist eine der ältesten in Catalunya, besteht seit dem Jahr 1917 und verpflichtet sich traditionsgemäs den tanzbaren Sardanas (ara saltarem) Jetzt gehts los jetzt wird getanzt bis die Fetzen fliegen. Narcis Costa, der Chef und Orgasnisator der Truppe, ist immer bemüht die Gruppe mit den besten Musikern aus der gesamten Region um Girona zu bestücken. Nach jeder Saison werden die Musiker gefragt, ob sie für die nächste Temporada wieder dabei sind, um gegebenenfalls bei einem Ausstieg einen Musiker zu finden. (Umzug, Familienzuwachs etc.)  Immer bemüht, dem "Sound" und dem Tanzgefühl die richtige Note zu verleihen begibt er sich auf die Suche nach dem Musiker für diese Sache.

Die Sardana ist die Musik in Katalonien die alles verbindet und zusammenführt, tief verwurzelt in den Menschen, die die Sardana seit Jahrhunderten kennen und mit ihr leben. Mal ein wenig aus der Mode gekommen wird sie heute wieder gepflegt und gehegt, so dass auch junge Leute sich finden, um den Tanz Kataloniens weiterzutragen und weiterleben zu lassen. Wenn man mal eine Audition erlebt hat, wie ich sie teilweise erleben durfte, wenn hunderte von Menschen in Kreisen tanzen, im pochenden pompompom-Rhythmus, des nachts um zwölf, auf einem wunderschönen, grossen mittelalterlichen Dorfplatz, mit Jung und Alt, und ich meine von 12 bis 96 und mehr, dann hat man diese unsägliche Gänsehaut, die einem nur bei unglaublichen Dingen überkommt.

Eine Art Folkstanz im 2/4 Takt mit zwei verschiedenen Teilen. Dem kurzen Teil und dem langen Teil. Diese wiederum werden bei der Audició nach einer bestimmten Abfolge gespielt. Die kann regional unterschiedlich sein. So wird die Sardana getanzt nach den Regeln dieser Reihenfolge. Es gibt unzählige Sardanas in der Besetzung von 11 Musikern geschrieben, und das seit ca. 1880. Die Sardana entstammt dem Mittelalter und wird so auch heute noch mit mittelalterlichen Instrumenten gespielt. Besetzung einer Sardana-Cobla: Eine Flaviol mit einem Trommelchen das den Rhythmus angibt, zwei mal Tiple, zwei mal Tenora, zwei mal Trompete, ein mal Posaune, zwei mal Fiscorn und ein mal Contrabass. Auch schreiben viele Jazzmusiker mittlerweile neue Sardana-stücke die dem Tanz gerecht werden, denn tanzbar sollte die Musik immer sein. Ganz wenig Ausnahmen bilden speziell für Konzerte geschriebene Sardanas.